Internet-Sicherheit: Wie eine private Cyberversicherung vor Kriminellen schützt

Internet-Sicherheit: Wie eine private Cyberversicherung vor Kriminellen schützt

Eine private Cyberversicherung hilft bei Onlineshopping auf eBay und Co und lässt Sie nicht im Regen stehen, wenn Facebook oder das Mail-Konto gehackt sind. Der Policen Direkt -Check liefert die wichtigsten Infos rund um den Internet-Schutz. In der Übersicht finden sich aktuelle Tarife der privaten Cyberversicherung, vom einfachen Schutzbrief bis zum umfangreichen Premiumvertrag.

Wer Online-Käufe mit Kreditkarten bezahlt und gerne auch mal kostenfreies WLAN in Cafés und im Zug nutzt, ist besonders gefährdet. Nicht nur Viren und Spyware können Ihrem Gerät schaden. Cyberkriminelle kennen die technischen Schlupflöcher und nutzen auch schwache Passwörter gnadenlos aus. Warum eine Cyberversicherung für Sie sinnvoll sein kann, erfahren Sie im Policen Direkt Check. 

Schutz bei Online-Shopping-Betrug

Geschäfte im Internet sind für viele bereits Alltag. Deshalb werden auch Fake-Shops immer raffinierter und sind auf den ersten Blick oft gar nicht als solche zu erkennen. Groß ist dann der Schreck, wenn Sie per Vorkasse zahlen und das heiß ersehnte Smartphone nie bei Ihnen ankommt. Für Online-Shopper kann sich der Abschluss einer Cyberversicherung für derartige Fälle lohnen. Denn die bietet hier Schutz bis zu 15.000 Euro je nach Schadenhöhe, Versicherer und Tarif. Auch Verkäufer können sich schützen - für Deals innerhalb der EU.

Achtung:

Vereinbaren Sie als Verkäufer stets auch Zahlung per Vorkasse und verschicken Sie die Ware nur mit Sendungsnachweis. Hier hilft nämlich sonst auch keine private Cyberversicherung.

Hilfe bei Pishing, Pharming und Skimming

Wer bei Phishing, Pharming oder Skimming auf Nummer sicher gehen will und nicht allein seiner Bank traut, kann sich hier für Schäden zwischen 10.000 und 15.000 Euro absichern. Nicht alle Tarife haben aber diese folgenden Punkte im Leistungspaket (siehe Grafik):

  • Beim Pishing wird der Kunde mit einer vermeintlich offiziellen Mail (z.B. von der Bank) auf eine Betrügerwebsite gelockt und aufgefordert, vertrauliche Daten einzugeben. Cyberkriminelle greifen sie ab für Einkäufe oder Überweisungen.

  • Pharming ist sozusagen weiterentwickeltes Pishing, bei dem unbemerkt ein schädlicher Code auf Ihrem PC installiert wird, der Sie direkt auf die Betrügerwebsite umleitet. 
    Achtung: Das kann man der URL oft nicht ansehen!

  • Beim Skimming greift der Täter Daten von EC- oder Kreditkarte direkt an manipulierten Geldautomaten ab und leert dann mit einer Kartenkopie das Konto oder kauft im Online-Shop ein. 

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Unterstützung bei der Prävention

Wer nicht aus Schaden klug werden möchte, sondern Probleme möglichst verhindern will, findet auch bei Cyberversicherungen Hilfestellung. So unterstützen Sie Versicherer mit besonders günstigen Softwarepaketen zum Virenscan oder gar mit kostenfreier Software vom Partner-Anbieter. Versicherer wie die Bavaria Direkt und die Barmenia scannen mit Partner-Dienstleistungen das Internet und das Darknet nach Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Ihren Daten. Sollten diese beispielsweise auf Listen zum Verkauf angeboten werden, soll das der Schutz-Schirm herausfinden. Diese Services sind entweder Bestandteil eines Schutzbriefes oder nach kostenfreier Testphase gegen Gebühr zu verlängern.

Hilfe bei der Datenrettung

Sind PC-Festplatten oder die SD-Card von Smartphone und Tablet nach einem Virusangriff gelöscht, zahlt der Versicherer Ihnen die Daten vom Profiunternehmen. Hier sind maximal je nach Anbieter zwischen 500 und 2.000 Euro pro Jahr drin. Was darüber hinausgeht, müssen Sie aus eigener Tasche bezahlen - oder Sie verzichten auf die Wiederherstellung.

Weitere Services

Es hat sie erwischt. Jemand hat ein Foto von Ihnen gepostet, das Sie so nicht online sehen wollen und jetzt geht es auch noch viral. Sie wollen nur noch im Boden versinken und trauen sich womöglich nicht einmal mehr zur Arbeit? Die private Cyberversicherung bezahlt bei Mobbing oder Verletzung der Persönlichkeitsrechte die psychologische Erstberatung. Auch anwaltliche Erstberatung ist in derartigen Fällen inklusive. Je nach Versicherer gibt es bei diesem Reputationsmanagement Limits in der Kostenübernahme. Einige Versicherer bieten darüber hinaus noch einen Löschservice an, der z.B. rufschädigende Inhalte über den Versicherten aus Social Media Kanälen entfernt.
Zudem gibt es manchmal sogar die Option, den Rechtsschutz-Baustein der Cyberversicherung mit Schadenersatz- und Strafrechtschutz zu ergänzen. Damit könnten Sie z.B. Schmerzensgeld von der Person einklagen, die das Foto von Ihnen verbreitet hat. Der Strafrechtsschutz kann zudem Ihnen zugutekommen, wenn Sie sich strafbar gemacht haben - z.B. indem Sie versehentlich ein urheberrechtlich geschütztes Video heruntergeladen haben.
In jedem Fall ist die Servicehotline des Versicherers ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. Alle Tarife im Policen Direkt -Check bieten diesen Service.

Tipp:

Halten Sie sich immer an die Auflagen, die der Versicherer vorschreibt. Wer sich nicht an die Versicherungsbedingungen hält, riskiert im Schadenfall die Leistungen.

Wer eine Cyberversicherung abschließt, sollte im Vorfeld Folgendes abklären:

Familienversicherung oder Einzelpolice: Wer soll versichert sein?

Möchte man sich nur selbst versichern, kann man sich Premiumschutz wie beispielsweise von der Inter vergleichsweise preiswert absichern. Wer Wert darauf legt, dass wirklich alle mitversichert sind, sollte überprüfen, ob alle in häuslicher Gemeinschaft Lebenden oder Familienmitglieder inklusive sind.

Benötigen Sie weltweiten Schutz?

Gute private Cyberversicherungen zahlen bei Hackerangriffen, Identitätsdiebstahl, Cybermobbing oder bei Schäden durch betrügerische Onlineshops. Für die meisten Versicherer spielt es keine Rolle, von wo aus Sie im Internet surfen. Allerdings sollten Sie bei Geschäften mit Unternehmen außerhalb der EU vorsichtig sein. Die sind in der Regel nicht einbegriffen.

Wofür zahlt die Cyberversicherung nicht?

Bei allen Cyberversicherungen gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Eine Police befreit Sie nicht davon, die üblichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Schützen Sie Ihre internetfähigen Geräte mit einem Virenschutz, aktualisieren Sie regelmäßig Ihr Betriebssystem und gehen Sie keine unnötigen Risiken beim Surfen ein. Nicht jede Nachlässigkeit kann von Ihrer Versicherung aufgefangen werden.

Sie haben übers Netzt Ihre gebrauchte Fotokamera verkauft und der Käufer behauptet, dass die Ware bei ihm nicht angekommen ist? In dem Fall leistet die Cyberversicherung nicht. Deshalb ist es wichtig, wertvolle Ware immer mit Sendungsverfolgung zu verschicken, so dass Sie nachweisen können, dass das Paket auch angekommen ist.

Bei grober Fahrlässigkeit kürzen im Policen Direkt -Vergleich alle Versicherer die Leistungen. Der Betrag richtet sich dabei nach der Schwere der Fahrlässigkeit und kann bei der BGV auch zum vollständigen Anspruchsverlust führen. Wer vorsätzlich fahrlässig handelt, kann den Schutz ganz vergessen und riskiert auch noch, dass der Versicherer das Versicherungsverhältnis aufkündigt.

Tipp:

Moderne Rechtschutzversicherungen umfassen je nach Tarif bereits viele Leistungsmerkmale der privaten Cyberversicherung. Wer noch keine hat oder über einen Wechsel der Rechtschutzversicherung nachdenkt, sollte hier prüfen, ob er den Cyberschutz im Paket mitabschließt. Denn die Kombination aus Rechtsschutz und Cyberversicherung kann im Vergleich mit der Einzelversicherung von Vorteil sein.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihre Versicherung noch auf dem aktuellen Stand ist, können Sie einen Experten-Check starten. Wir prüfen kostenfrei und unverbindlich, ob es kostengünstige Tarife mit womöglich sogar besserer Leistung für Sie gibt.

 

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